26 Mrz 2014

Zukunftschance Vereinbarkeit

Geschrieben von Soroptimist

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„Zukunftschance Vereinbarkeit“ war das Thema der diesjährigen „women network“-Veranstaltung am 26. März 2014 im Regierungsviertel in St. Pölten, bei der sich rund 130 TeilnehmerInnen aus der Wirtschaft wieder austauschen konnten. „Gelebte Vereinbarkeit – ein Gewinn für alle“ war der Titel des Impulsreferates von Mag. Dr. Erich Lehner und dieses Thema wurde von verschiedenen Aspekten in der folgenden Talkrunde mit Bundesministerin Sophie Karmasin, Landesrätin Barbara Schwarz, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Unternehmerin Irene Wedl-Kogler diskutiert und vertieft.

„Wir müssen Frauen Mut machen,  ihren Beruf- und Lebensweg so zu planen, wie er ihren Vorstellungen entspricht. Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn Frauen beides wollen, Familie und Karriere.  Gegenseitige Motivation wie z.B. im Rahmen von Netzwerktreffen oder in  Mentoringprogrammen sind daher genauso wichtig, wie ein Umdenken in unserem Rollenverständnis,“ so Landesrätin Mag.a Barbara Schwarz. „Mir ist es wichtig, dass Frauen  in der Politik, in der Wirtschaft  wie auch in allen anderen Bereichen aktiv ihren Anspruch auf Mitsprache und Mitgestaltung wahrnehmen.“

Familienministerin Sophie Karmasin: Österreich muss familienfreundlicher werden. Deswegen bin ich froh, dass sich bewusst immer mehr Arbeitgeber in Österreich mit Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf befassen. Über 330 Unternehmen, Hochschulen und Universitäten sowie Gesundheits- und Pflegeinstitutionen haben bereits an einem der vom Familienministerium geförderten Audits zur Gestaltung einer familienfreundlicheren Arbeitswelt teilgenommen. Somit profitieren schon rund 200.000 Beschäftigte und über 135.000 Studierende von den familienfreundlichen Maßnahmen.

„Egal, ob als Unternehmer oder Angestellte: Eltern brauchen Unterstützung“, betont WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. „Deshalb haben wir vor mittlerweile 20 Jahren die Betriebshilfe initiiert, die Unternehmerinnen acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt kostenlos eine 40-Stunden-Kraft zur Verfügung stellt. Und damit Mama oder Papa in Ruhe ein WIFI-Seminar besuchen können, haben wir in unserem WIFI einen Kindergarten eingerichtet.“

„Neben einer familienfreundlichen Arbeitswelt sind aber auch genügend Kinderbetreuungsangebote der Schlüssel für die erfolgreiche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deswegen nehmen wir in den kommenden Jahren 350 Millionen Euro in die Hand um die Kinderbetreuung in Österreich massiv auszubauen. Das ist die größte Ausbauoffensive bei der Kinderbetreuung die es je gegeben hat. Die Familien brauchen Wahlfreiheit und Individualität. Deswegen denke ich auch nicht immer nur an institutionelle Einrichtungen sondern auch an individuelle Lösungen und Tageselternschaften. Hier gibt es in den Ländern bereits sehr spannende Best-Practice Beispiele, die man ausbauen und fördern soll“ betont Familienministerin Sophie Karmasin.

Grundsätzlich wirken sich familienfreundliche Maßnahmen im Unternehmen positiv auf das Betriebsklima und die Arbeitsleistung aus, waren sich alle Anwesenden einig. Familienfreundliche Maßnahmen bringen nicht nur MitarbeiterInnen, sondern dem  ganzem Unternehmen Vorteile. Denn ArbeitnehmerInnen, die sich voll auf die Arbeit konzentrieren können, weil sie bei der Familien-Logistik vom Betrieb unterstützt werden, sind zufriedener, besser motiviert und effizienter – eine zentrale Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Familienfreundliche Betrieben finden sich in einer Win-Win-Situation: die Balance von Berufs- und Familienwelt stärkt das Unternehmen UND die Beschäftigten.

Vor diesem Hintergrund haben das Land NÖ und die Wirtschaftskammer NÖ 2011 die „Charta zur neuen Vereinbarkeit Eltern – Wirtschaft“ entwickelt. Unterzeichnende bekennen sich darin zu einer Unternehmenskultur, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert und eine elternorientierte Personalpolitikverfolgt. Bis März 2014 sind 89 Unternehmen in NÖ beigetreten und haben so die Chance genutzt, sich als zukunftsorientierter Betrieb auf der Website www.elternwirtschaft.at  zu präsentieren.

Foto:

v.l.n.r.: Mag. Dr. Erich Lehner (Universität Klagenfurt), KommR Waltraud Rigler (Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft NÖ), BR KommR Sonja Zwazl (Präsidentin Wirtschaftskammer NÖ), MMag. Dr. Sophie Karmasin (Bundesministerin für Familien und Jugend), Mag. Barbara Schwarz (Landesrätin für Soziales, Bildung und Familie), BIM Bmstr. Ing. Irene Wedl-Kogler (Unternehmerin)

Foto ©: WKNÖ/Kraus

  • INFO

    Soroptimist International ist ein weltweites Netzwerk für berufstätige Frauen. Soroptimist International greift gesellschafts-politische Fragen auf und setzt sich in zahlreichen Projekten für Menschenrechte und die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen ein.

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