Geschrieben von Soroptimist

Geschichte des Clubs

16.Oktober 2016 – Neue Funktionsperiode:
Präsidentin Ing. Hildegard Schaup stellt das Programm vor

Unser Schwerpunkt für die Funktionsperiode 2016 – 2018 lautet „Frauensolidarität – Gelebtes Miteinander und Füreinander“.

Eine falsch verstandene Selbstverwirklichung vernachlässigt das Miteinander und Füreinander, führt dazu, dass man nur mehr um sich selbst kreist. Das Schwerpunktthema „Frauensolidarität – Gelebtes Füreinander und Miteinander“ lenkt unseren Blick auf das DU hin, zeigt unsere Ziele als Serviceclub.

foto_uebergabe_praesidentschaft_1016-lowqualUnter diesem Thema ist eine Vielfalt von Projekten und Programmen geplant. Wir wollen Leistungen von Frauen aus vergangenen Jahrhunderten bis hin zu unserer Generation würdigen. Wir planen Projekte, wo Frauen mit unterschiedlichsten Zugängen im gemeinsamen Miteinander ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Erfahrungen einbringen. Darüber hinaus planen wir Veranstaltungen mit kulturellen und gemeinschaftsstiftenden Beiträgen. Wir wollen so unsere Mitmenschen in ideellen, finanziellen, sozialen und beruflichen Bereichen unterstützen.

Ein Zitat meiner Namenspatronin verweist darauf, dass dieser Einsatz unseren Mitmenschen, aber auch uns selbst Freude und Glück beschert.

„Der Himmel auf Erden ist überall, wo ein Mensch von der Liebe zu Gott, zu seinen Mitmenschen und sich selbst erfüllt ist.“
Hildegard von Bingen (Theologin, Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Kirchenlehrerin, 1098-1179)

Foto: Im Namen des Clubs bedankt sich die Präsidentin Ing. Hildegard Schaup bei ihrer Vorgängerin Roswitha Reisinger, MBA mit einem Bild, das die Künstlerin Sigrid Koller gefertigt hat.

 

2012-2014 “Die Pflege ist weiblich”

Präsidentin: Dr. Ilona Hagmann

Sekretärin: Mag. Barbara Gravogl, MPH

“Die Menschen gleichen sich in den Worten, aber an den Taten kann man sie unterscheiden.“ (Jean-Baptiste Molière)

Neben den allgemeinen Zielen des Soroptimismus habe ich als Schwerpunkt meiner Präsidentschaft das Thema „Pflege ist weiblich“ gelegt.

Pflegeleistungen werden in vielen Fällen informell und überwiegend von Frauen erbracht. Das bedeutet, dass ihre eigene Lebensqualität durch physische und / oder psychische Überlastung massiv bedroht ist. Auch Kinderbetreuung ist überwiegend Frauensache. Vor allem die Betreuung behinderter Kinder empfinden die betroffenen Frauen aufgrund der hohen Verantwortung und der Aussichtslosigkeit der Situation als besonders belastend. Als Präsidentin des Clubs Soroptimist St.Pölten Allegria habe ich folgende Projekte ausgewählt:

  • die Schaffung einer speziellen Therapieeinrichtung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen

  • Unterstützung der Ausbildung einer jungen Frau aus Afghanistan zur Altenpflegerin in Österreich

  • Unterstützung eines Betreuungsprojekts für Kinder aus finanziell schlechter situierten Familien

  • Förderung eines Programms zur Behandlung und Betreuung autistischer Kinder zu Hause

 

2010-2012 – Fokussierung & Vernetzung

Dr. Judith Zeidlinger, Präsidentin

Roswitha M. Reisinger, Sekretärin

„Es geht nicht nebeneinander, schon gar nicht gegeneinander, nur miteinander“

Zu Beginn der Präsidentschaft von Judith Zeidlinger war der Club SI St. Pölten Allegria  auf erfreuliche 30 Mitglieder angewachsen. Bei dieser Größe entwickeln sich natürliche Untergruppen, und auch die Cluborganisation muss entsprechend angepasst werden. „Mir war wichtig, die Gruppenbildung positiv zu nutzen und Clubsitzungen effizienter zu führen, damit wir weiterhin so aktiv und mit viel Freude miteinander arbeiten“ meint Judith Zeidlinger. Für die traditionellen Veranstaltungen haben sich Arbeitsgruppen gebildet, die sie vorbereiten. Der offizielle Teil der Sitzungen wurde meist in einer Stunde über die Bühne gebracht und danach war Zeit, zusammenzusitzen und zu netzwerken. Zeidlinger: „Damit haben wir eine neue Kultur entwickelt, die auf das Wesentliche konzentriert ist. Besonders wichtig war für mich auch, als Präsidentin mit jedem Mitglied persönlich zu reden und jede Schwester einzuladen, sich hier oder dort zu engagieren.“ Gelungen ist auch eine weitere Vertiefung der Beziehungen zu den anderen Serviceclubs in St. Pölten. Der gegenseitige Besuch von Veranstaltungen ist mittlerweile liebgewordene Tradition.

Highlights:

Dr. Hengstberger erhält den Soroptimistinnen Preis der Union.

10 Jahres Feier SI St. Pölten Allegria.

Clubaktivitäten: In den Club wurden Regina Bamberger und Ingeborg Dockner aufgenommen. Linktreffen in Prag. Vortrag von Martina Eigelsreiter / Frauenbeauftragte der Stadt St. Pölten zum Thema „Die Situation der Frauen in St. Pölten.“ Vorstellung des Fördervereins Kulturbezirk durch Dr. Fiedler und Mag. Karoline Salzer. Besuch des Wohnheims „betreutes Wohnen“. Vorstellung des Nomadenprojektes durch Mag. Johanna Kienzl und Mag. Christina Schaffer. Führung durch die archäologischen Grabungen am Domplatz im Stadtmuseum.

Veranstaltungen/Charity: Frühlingskonzert. Herbstbrunch. Walk the World – Fight Hunger: Österreichweit wandern Soroptimistinnen für das Kinderernährungsprogramm des World Food Programme der UNO. BIKU Versteigerung: Das BIKU feierte sein 15-jähriges Bestehen und spendete für das Nomadenprojekt.

Unterstützung: defendo. Rainworker-Ausbildung. „Walk the World – Fight Hunger“. Wohnheim „betreutes Wohnen“: Behinderte Menschen leben in einem Wohnheim mit persönlichen Rückzugsräumen, Gemeinschaftsräumen und genau der Unterstützung, die sie brauchen. Frauenhaus: Mit der Spende an das Frauenhaus St. Pölten können Frauen in Notfällen unterstützt werden. Nomadenprojekt: Unterstützung von Kindern mit Autismusspektrumsstörung.

 

2008-2010 – Frauen stärken

Dr. Martina Amler, Präsidentin

Jutta Strobl, Sekretärin

„Frauen unterstützen – Frauenrechte transportieren“

Während der Präsidentschaft von Martina Amler wurde der Fokus verstärkt auf das Thema Frauen und Frauenrechte gelenkt. St. Pölten hatte bis 2008 keine Frauenberatungsstelle mit niederschwelligem Zugang, um Migrantinnen und Frauen aus niedrigeren sozialer Schichten zu erreichen. Durch die Unterstützung von SI St. Pölten Allegria konnte ein Frauenzentrum mit entsprechendem Angebot aufgebaut werden. Amler: „Der Verein war in den ersten Jahren auf die Mittel von SI St. Pölten Allegria angewiesen. Mit der kontinuierlichen monatlichen Unterstützung konnten die notwendigen, alltäglichen Dinge gekauft werden, mit den Erlösen aus Veranstaltungen wurde der Weiterbestand abgesichert.“ Mittlerweile ist das Zentrum als offizielle Frauenberatungsstelle anerkannt. Zusätzlich zur Beratung von Frauen in ihren jeweiligen Lebenssituationen, werden auch Gesundheitsveranstaltungen  (z.B. Ernährung und Pflege von Baby und Kleinkind, psychische Gesundheit) organisiert. Regen Zuspruch erfahren multikulturelle Kochkurse. Da es sich um reine Frauenveranstaltungen handelt, ist es auch Musliminnen möglich daran teilzunehmen. Damit trägt die Beratungsstelle auch zur Integration bei.

Wichtig war Martina Amler auch der Ausbau des fundraisings (z.B Punschstand am Christkindlmarkt, Kunst für Menschen in Not) um zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen zu können.

Highlight: 17.9.2009 Christa Hausmann erhält den Liese Prokop Preis

Clubaktivitäten: In den Club wurden Elisabeth Fuchsbauer, Karin Zauner und Barbara Gravogl aufgenommen. Die Kolleginnen aus Leipzig besuchten uns in St. Pölten. Führung und Vorstellung der Leistungen der NÖ Gebietskrankenkasse. Vortrag von Dr. Michael Fusko von „die umweltberatung“ zum Thema „Wasser“. SI St. Pölten Allegria wird Mitglied der Frauenplattform St. Pölten, einem überparteilichen Zusammenschluss von Frauenorganisationen in St. Pölten.

Veranstaltungen/Charity: Frühlingskonzert. Herbstbrunch. Kunst für Menschen in Not. Punschstand am Christkindlmarkt: Gemeinsam mit anderen Frauenorganisationen wurde in der Adventzeit ein Punschstand am Rathausplatz betreut – mit einem hervorragenden Prosecco-Punsch.

Unterstützung: Frauenzentrum. defendo: Selbstverteidigungskurse für Mädchen. Rainworker: Frauen in Afrika erhalten eine Ausbildung zu Gesundheit und Familienplanung. Sprache als Brücke: ein Integrationsprojekt von FH-Studentinnen.

 

2006-2008 – Gesellschaftliche Verantwortung leben

Christa Hausmann, MA, Präsidentin

Dipl. Päd. Monika Mayerhofer, Sekretärin

„Ich bin Soroptimistin mit Leib und Seele.“ Christa Hausmann

„Rosa und Gabi haben die Eckpfeiler des Clublebens gut aufgebaut – Veranstaltungen, Partnerclub und welche Projekte wir unterstützen. In meiner Präsidentschaft ging es nicht darum, mehr zu machen, sondern zu fundieren und den Soroptimismus genauer anzuschauen“ meinte Hausmann auf die Frage nach den Schwerpunkten ihrer Präsidentschaft. Soroptimist sei kein Charityclub, der ausschließlich Geld spendet; Soroptimist sei ein Serviceclub, der Zeit investiert. Hausmann „ Wir müssen uns überlegen, was wir tun und ob das nachhaltig ist. Wir können uns nicht freikaufen. Wir haben die Pflicht, für andere da zu sein, damit sie es besser haben.“ Das gelänge, indem sich Frauen – auch international – vernetzen und dabei über ihren Tellerrand schauen. „Das Schöne ist, die Verbundenheit zu spüren, eine gemeinsame Werthaltung zu haben, für gleiche Ideen und Ziele einzutreten.“ Christa Hausmann ist neben ihrem Engagement für Frauen ein Garant dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt: „Egal, wie umfangreich eine Aufgabe ist, es ist wichtig Freude am Tun zu haben, Spaß zu haben, nicht alles zu ernst nehmen und auch über sich selbst lachen zu können.“

Clubaktivitäten: Treffen mit dem Partnerclub in München. Führung durch das Frauenwohnheim der Emmaus.

Veranstaltungen/Charity: Frühlingskonzert. Herbstbrunch. Vortrag der Europaabgeordneten Agnes Schierhuber. Weiters kooperierte SI St. Pölten Allegria mit Don Ferguson und seinem Projekt „Kunst für Menschen in Not“: Werke von Künstler/innen werden zugunsten karitativer Projekte versteigert.

Unterstützung: Das Nest

 

2004 – 2006 – Soziale Verantwortung

Dr. Gabriele Hintermeier, Präsidentin

Dr. Ilona Hagmann, Sekretärin

„Ich schlief und träumte, das Leben wäre Pflicht. Ich erwachte und sah, das Leben war Freude.“ Marie von Ebner-Eschenbach.

In ihrer beruflichen Funktion als Richterin erlebt Gabriele Hintermeier viele Tiefen des Lebens. Besonders berührt sie das Schicksal von Kindern, die aufgrund ihrer Herkunft deutlich geringere Chancen haben, sich ein gutes Leben aufzubauen. Das soziale Engagement von Soroptimist International ist ihr daher ein besonderes Anliegen und wurde in ihrer Präsidentschaft vor allem durch die Unterstützung des Nest, einem Eltern-Kind-Zentrum gelebt. Hintermeier: „Das Besondere am ‚Nest‘ ist, dass die Kinder betreut werden und sie gleichzeitig bei ihren Eltern bleiben können.“ Im Nest finden sowohl „normale“ Kinder, Kinder aus sozial schwachen Familien als auch behinderte Kinder Platz. Hintermeier: „Dadurch wird Verständnis für unterschiedliche Lebenssituationen erreicht und so die Integration gefördert.“

Als besonders wichtig und bereichernd sieht Hintermeier die internationale Vernetzung, die durch SI möglich ist. Sei es ein Weltkongress, die konkrete Unterstützung von Entwicklungshilfeprojekten oder die Verbindung zum Partnerclub Leipzig. „Der Besuch in Leipzig war für mich eines der schönsten Erlebnisse. Die Spannungen zwischen Ost und West, die unterschiedliche Weltanschauung und die Schwierigkeiten, auf beiden Seiten damit umzugehen, waren für mich persönlich und menschlich sehr prägend.“

Clubaktivitäten: In den Club wurden Ingeborg Haslhofer-Jünnemann, Roswitha Reisinger, Hildegard Schaup und Regina Berger aufgenommen. Treffen mit dem Club Leipzig in Regensburg. Führung durch das Landesgericht.

Veranstaltungen/Charity: Frühlingskonzert. Vortrag Dr. Hengstberger. Neu entwickelt wurde der Herbstbrunch: Am einem Sonntag Vormittag im September werden St. Pöltner und St. Pöltnerinnen in das Glashaus der Gärtnerei Konrad eingeladen. Bei Jazz-Musik und gutem Essen können sich die Besucher/innen über Soroptimismus informieren. Der Erlös wird jeweils einem Projekt gespendet.

Unterstützung: Das Nest: Das Nest bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche.

 

1999 bis 2004 – Gründung & Aufbruch

Mag. Rosa Tiefenbacher, Gründungspräsidentin

Dr. Eva Hahn, Gründungssekretärin

„Ich hatte das Glück, dass mich in meinem Werden jemand gefördert hat. Heute will ich andere Frauen fördern.“ Rosa Tiefenbacher

Rosa Tiefenbacher ist eine zutiefst engagierte Frau, privat wie beruflich. Als Mathematik-Lehrerin hat sie begabte Mädchen unterstützt und motiviert zu studieren und technische oder wirtschaftliche Berufe zu ergreifen, sich nicht mit geringen Anforderungen zu begnügen, sondern stark und selbstständig zu sein. 1999 kam sie über eine Kollegin – Margit Polly aus Wr. Neustadt – mit Soroptimist International (SI) in Kontakt. „Mich haben schon immer engagierte Menschen begeistert, die ein uneigennütziges  Ziel haben und sich für andere einsetzen. Das war genau das, was ich wollte.“ Ein SI Club soll aus berufstätigen Frauen aus unterschiedlichen Berufsgruppen bestehen, um ein effektives Netzwerk zu bilden. Tiefenbacher konzentrierte sich bei der Suche nach möglichen Mitgliedern auf ehemalige Schülerinnen, die sich bereits beruflich erfolgreich in St. Pölten etabliert hatten. Das erste Treffen fand 1999 statt, Höhepunkt war die Gründung des Clubs „SI St. Pölten Allegria“ mit der feierlichen Charter am 28./29. September 2002. „Freundschaft und Fröhlichkeit sind wichtige Grundlage für ein befriedigendes Miteinander“ meint Tiefenbacher. Das spiegelt sich auch im Namen des Clubs wider: St. Pölten Allegria – die Fröhlichkeit.

Highlight: Charter am 28./29. September 2002

Clubaktivitäten: Reise in die Toskana. Besuch des Partnerclubs in Leipzig. Kennenlernen des Landesregierungsviertels, speziell des Landesmuseums. Erste Aufnahme in den Club: Petra Enzenhofer.

Veranstaltungen/Charity: Mit einem Stand bei den Höfefesten tritt der Club schon im Gründungsstadium  erstmals in die Öffentlichkeit. Frühlingskonzert: Jährlich gestalten die Sängerinnen des Clubs einen mittlerweile legendären Liederabend im Festsaal der Musikschule im Südpark. Weitere Veranstaltungen: Vortrag von Dr. Maria Hengstberger zur aktiven Brustkrebsvorsorge, nach ihrem Motto: Wissen gegen Spende. Ausschank von Weihnachtspunsch im Tenniscenter Spreitzer für Dr. Rats Nepalhilfe.

Unterstützung: Aktion Regen: zum Ausbau einer Klinik in Ruanda. Der Club Aktiv – für Menschen mit psychischen Störungen. Sonderpädagogisches Zentrum: Zuschuss zu einem behindertengerechten Spielplatz. Therapieschaukel für Kindergarten Schneidmadlstraße. Sonnenschein Ambulatorium. Verein Windrad : Zur Unterstützung trauernder Eltern, die ihr Baby vor, während oder nach der Geburt verloren haben.

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  • INFO

    Soroptimist International ist ein weltweites Netzwerk für berufstätige Frauen. Soroptimist International greift gesellschafts-politische Fragen auf und setzt sich in zahlreichen Projekten für Menschenrechte und die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen ein.

  • Soroptimist Symphony auf CD

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